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Deutsches Turnfest Leipzig vom 17. 5. bis 22. 5. 2002
Unsere Gruppe mit 12 Mädchen und 3 Betreuern machte sich am Freitag
um 17.30 Uhr auf, um am Turnfest in Leipzig teilzunehmen. Dabei waren die Betreuer Ingrid, Nicole und Mario Günther sowie die Mädels Tanja Deibert, Eva Hoth, Xenia Sydow, Stephanie Bandlofsky, Vanessa Redmer, Nadine May, Stefanie Schilling, Sabrina Fleck, Jessica Höhn, Anna Fey, Anne Klehr und Sabien Seelemeyer.
Leider hatte der Zug auf der Hinfahrt 2 Stunden Verspätung. Wir kamen um 2 Uhr am Samstagmorgen
in Leipzig an und waren endlich um 4 Uhr im Bett! Doch lange schlafen war nicht drin, denn um 7.30 Uhr mussten wir aufstehen, uns waschen und zum Frühstück gehen. Danach ging es ab zum Messegelände. Wir kauften für jeden ein Leipzig‑T‑Shirt für den Festumzug am Nachmittag. Etwas Zeit zum Anschauen des Geländes blieb noch; schnell etwas essen und zurück in die Schule, fertigmachen für den Umzug. Mario's Onkel mit Frau kamen aus Erfurt zu Besuch, um dabei zu sein. Mit Transparent „Osthofener Wein Live dabei", dem Schild vom Verkehrsverein mit dem „Ostovius", ca. 900 Prospekten der Stadt Osthofen, Weinkarten vom Weingut Grittmann und Einkehr beim Winzer machten wir uns gut „behütet" und mit Nikitüchern geschmückt auf den Weg. Nach einer Wartezeit von ca. 1,5 Stunden ging‘s dann endlich los: wir zogen durch die Straßen und wurden mit Begeisterung von dem Publikum empfangen. Leider mußten wir schnell und zügig gehen, deswegen wurden wir nicht gefilmt. An dieser Stelle möchten wir uns bei der Freiwilligen Feuerwehr Osthofen bedanken, die uns einen Fahnenträgergurt ausgeliehen hat. Um 19 Uhr waren wir wieder im Quartier und mußten mit der Straßenbahn ins nächste Schwimmbad fahren, um zu duschen. Danach fuhren wir sofort wieder in die Stadtmitte zum Augustusplatz zur Eröffnungsfeier. Wir wollten in ein Café am Platz, um zu Abend zu essen, aber leider wurden wir abgewiesen, obwohl genug Platz für uns alle war. Also ungesund essen ‑ Pizza und McDonalds. Die Eröffnungsfeier war schon fast vorbei, als wir ankamen. Aber die Kids fanden es trotzdem gut, da „Jeanette" ihren Auftritt hatte und sie live ganz vorne an der Bühne dabei sein durften. Obwohl einigen vor Müdigkeit schon der Boden unter den Füßen schwankte, wollten sie nicht ins Bett. Aber um 23 Uhr war Schluß, denn es hieß noch 45 Minuten Straßenbahn fahren, bis wir in der Schule waren.
Am Sonntag standdie Erkundung der einzelnen Sportstätten auf dem Programm. Wir setzten die Mädels im Sportforum ab; da konnten sie sich verschiedene Sportveranstaltungen anschauen, essen, im Verkaufsstand
für Sportkleidung stöbern. Dann marschierte unser Mario mit Nicole und mir bei strömendem Regen das Zentralstadion ab; wir suchten das Schwimmbad, das etliche Straßen davon entfernt war. Doch das Programm mußte
weitergehen, also ab zum Messegelände, wieder mal eine Stunde Straßenbahn fahren und in die MDR-Turnfestgala gehen, die um 16 Uhr begann. Ab 15 Uhr war Einlass; wir nichts wie hin, doch leider mußten wir bis
15.40 Uhr warten, bis die höheren Herren endlich die Türen für das Publikum öffneten. Die Menschenmasse schrie „Wir wollen rein, wir wollen rein!“ Auf einmal schrie einer „Wir sind das Volk" und alle
machten mit. Die Solidarität war zwar sehr gut, doch anderseits war die unnötige Wartezeit im Regen auch sehr ärgerlich. Das Programm war sehr gut und die Mädels waren ganz aufgeregt, weil einige Popstars
mitgemacht haben. Unter anderen auch die Gruppe B3!!! Abends hatte der Hausmeister für unsere Schule Würstchen, Steaks und Frikadellen gegrillt.
Am Montag war dann wieder die Sonne am Himmel und wir starteten um 8 Uhr zu unseren ersten Wettkämpfen. Die großen, Xenia, Eva und Tanja mußten ran. Leider mußte Tanja zuerst im Zentralstadion beginnen und
die anderen beiden in der Messehalle. Gut 1 Stunde mit der Straßenbahn voneinander entfernt. Also ich mit Tanja los zur Leichtathletik, Nicole mit den anderen beiden zum Geräteturnen in die Messehalle, im
Schlepptau Mario mit den anderen 9 Mädels. Wir trafen uns dann nach erfolgreichem Wettkampf und gingen gemeinsam zum Schwimm-wettkampf. Abends hat uns die Küchenfrau Würstchen, Schnitzel und Frikadellen mit
Kartoffelsalat gemacht. Wir turnten noch etwas auf dem Schulflur herum und fielen dann todmüde auf unsere Luftmatratzen.
Am Dienstag stand der Wettkampf für unsere 9 Kids an: das gleiche Spiel, Sabien mußte als einzige zur Leichtathletik, die anderen 8 ins Messegelände. Sture Kampfrichter sollten uns das Leben an diesem Tag
recht schwer machen, sodaß wir alle gefrustet und schlecht gelaunt waren. Doch die Laune hob sich wieder, als ich beschloss, mit Sabien für 15 durstige Münder Getränke einzukaufen. Der Konsum neben der Schule
war da gerade recht. Doch weit gefehlt: im Angebot waren noch 4 Liter Apfelsaft, 8 Liter 0‑Saft und 10 Flaschen Apfel‑Schorle. Ich nahm so kleines Wägelchen, wie wir es früher bei Braunwarth u. Gebhardt hatten
und lud alles ein, was ich bekommen konnte; Sabien schämte sich meiner Einkaufslust, aber trinken wollte sie auch. Also schoben wir beide voll beladen ab in die Schule. Auf dem Rückweg begegneten uns die anderen
13, alle schauten lachend weg, als sie mich den Wagen über das Holperpflaster schieben sahen. Ei jo!! Wir lachten uns scheckig. Am Abend gingen wir fein Essen, endlich mal was richtiges. Wir hatten ja Geld!! Doch
wieder ein bitterer Nachgeschmack: wir wurden wieder von 2 Gaststätten abgewiesen, obwohl noch genug Platz für uns war!!! Wahrscheinlich hatten sie Angst vor den vielen Mädchen. Anschließend gingen wir noch zum
Rheinland‑Pfalz-Abend, wo wir viel Spaß hatten. Vor allem im Bahnhof, da war die Hölle los: hier spielte jeden Abend eine andere Band und den ganzen Tag war Action.
Am Mittwoch hatten wir endlich mal Zeit: lange schlafen bis 8 Uhr, ungewaschen zum Frühstück gehen; dann war Zimmer aufräumen angesagt!! Es war mehr als nötig! Nicole, Xenia, Nadine und Tanja waren
vormittags in der Turnakademie, um an dem Kurs „Aerobic and Dance“ teilzunehmen. Wir fuhren in die Innenstadt. Als Nicole mit den anderen wieder zurück war, machten wir einen Einkaufsbummel. Die Mädels durften
in Gruppen alleine ohne Betreuer losziehen, was sicher sehr spannend war. Doch uns machte Nicoles Rücken einen Strich durch die Rechnung. Sie konnte kaum noch laufen und wir mußten sie zur Uniklinik bringen. Wir
mußten endlos laufen bis wir endlich da waren; jeder sagte, das ist gleich hier um die Ecke, aber die war fast noch einen Kilometer weit weg. Nicole bekam eine Spritze und starke Tabletten, von denen sie ganz high
wurde. Mario ist dann zurück zu den Kindern und ich bin mit Nicole im Taxi zurück zur Schule gefahren. Abends gingen wir dann zum „Abend der Turnerjugend". Die Kinder fanden ihn nicht so toll, eher
langweilig. Danach wollten wir zur Discofete am WilhelmÂ-Leuschner‑Platz, doch als wir ankamen, war es schon vorbei, da sind wir noch zum Rummel, und die Kids konnten nach Herzenslust mit den schnellen Dingern
fahren, bis ihnen schlecht wurde! Gell Sabien!! Wir sangen und klatschten in den Straßen, uns machte das Turnfest endlich Spaß, weil der ganze Streß vorbei war. Auf der Heimfahrt in der Straßenbahn fragte ich
Sabien, ob es ihr schlecht sei; ich wechselte mit ihr den Platz, sie saß kaum und schon ging es los: sie mußte sich in der Straßenbahn übergeben; wir nahmen es gelassen, Sabien putzte alles weg und ihr ging es
wieder gut.
Am Donnerstag machten wir unseren Trimm‑Orientierungslauf Mit unserem Anführer Mario war das kein Problem, ruckzuck hatten wir unsere 15 Anlaufpunkte gefunden, sodaß wir trotz eines 30-minütigen Picknicks
noch gut in der Zeit waren. Zur Belohnung gab es einen Ansteckpin. Leider konnten wir an den anderen 3 Mitmachangeboten nicht teilnehmen, da sie jeweils 3 Euro gekosten haben, was ich sehr schade fand. Denn ich
denke, daß dies für Kinder und Jugendliche kostenfrei sein sollte. Also sind wir dahin gegangen, wo es nichts gekostet hat und fanden es auch sehr lustig. Um 15 Uhr sind wir dann in das Allee‑Center gefahren,
ein riesiges Einkaufszentrum, wo Nicole und ich nach Herzenslust eingekauft haben und die Kids alleine alles durchstreifen konnten. Am Abend zogen wir los zum Hauptbahnhof, wo die Gruppe ATC aufgetreten ist; die
Girls waren ganz aufgeregt und happy, live dabei zu sein. Schade, dass Anne, Anna und Nadine nicht dabei waren: sie hatten keine Lust.
AmFreitagmorgen war nach dem Frühstück Kofferpacken angesagt. Denn später war dafür keine Zeit mehr. Anschließend fuhren wir zum letzten Mal ins Messegelände, wo sich jeder anschauen konnte, was er
wollte. Ich bin dann um 13 Uhr zur Turnakademie gefahren, um bei dem Kurs „Power‑Kids“ mitzumachen, der allerdings ein reiner Aerobic‑Kurs war. Nass geschwitzt kam ich in der Schule an und wir bestellten uns
alle eine Pizza, die wir dann auf unseren Luftmatratzen vertilgten. Anschließend machten wir uns fertig zur Abschlußgala, die der Höhepunkt war; die Darbietungen waren sehenswert und haben zu regelrechten
Beifallsstürmen angeregt. Wir schafften es, über 20 mal die Turnfest‑Welle durchs Stadion zu jagen. Unserer Stephanie war es am Anfang ganz schlecht, sie hatte Magenkrämpfe, aber auch das haben wir wieder in
den Griff bekommen und konnten den letzten Abend vollends genießen.
Am Samstag hieß es um 5 Uhr aufstehen, Koffer fertig packen, Luftmatratzen entleeren, Zimmer reinigen, Frühstücken. Marios Auto bis unters Dach mit dem meisten Gepäck beladen; um 7.30 Uhr hatte ich 2
Taxibusse bestellt und ab ging es zum Bahnhof. Nicole und ich gingen einen guten Kaffee trinken, die Kids holten sich noch Verpflegung für unterwegs. Um 9 Uhr sollte Abfahrt sein. Aber ‑ Die Bahn kommt ‑
meistens zu spät!!! Mit 3 Stunden Verspätung fuhren wir endlich um 11 Uhr ab!!!
Als wir um 18.30 Uhr in Osthofen eintrafen, waren Nicole, Mario und ich froh, dass alles gut verlaufen ist, keiner von den Mädels sich verletzt hatte oder krank wurde und vor allem dass keine Heimwehtränen
geflossen sind.
Zum Schluß müssen Nicole und ich uns noch bei Mario bedanken, der offiziell kein Betreuer von den Mädels war und trotzdem einen ganz großen Anteil dieser Aufgabe übernommen hatte. Er hat alle Fahrstrecken
organisiert und immer aufgepasst, dass keiner fehlt. Hat die Kids gesucht, wenn sie mal in der Menschenmasse untergegangen sind, Nadine nach ihrer Bahntour wieder abgeholt. Ohne Mario wären wir ganz schön
aufgeschmissen gewesen!
Dafür: „Danke Mario"
Nachstehend das Bild der Teilnehmer:
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