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Trainingslager der Turner-Buben in Speyer

 

Es ist Freitag, der 5. Oktober 2001, kurz nach 13.00 Uhr. Die Sonne lacht vom Himmel, so wie man das gewohnt ist, wenn Engel reisen. Auf dem Festplatz in Osthofen treffen sich gutgelaunte Menschen, teils in Trainingsanzügen. Elf Kinder verabschieden sich von ihren Eltern und besteigen gemeinsam mit ihren fünf Betreuern die bereitgestellten Fahrzeuge um die Reise nach Speyer anzutreten, wo das erste Trainingslager der Buben-Turngruppe stattfindet.
In Speyer angekommen freuen sich alle auf die eigens angemietete Turnhalle des Gymnasiums am Kaiserdom. Die Halle konnte dank einer Spende des Sanitätshauses Guckes aus Worms, die wir anläßlich der Neugründung der Buben-Turngruppe erhielten, für das gesamte Wochenende gemietet werden. 

Schnell stellte sich heraus, dass nicht nur die Jungs darauf brennen, in neuer Umgebung Sport zu treiben, nein, auch die mitgereisten Väter wollen in der gut ausgestatteten Halle zeigen, was sie noch alles drauf haben. So mancher Sprößling kann mit staunenden Augen beobachten, wie der eigene Vater, zuvor von ihm noch nie gezeigte, körperlichen Leistungen vollbringt. 

Schnell ist der Nachmittag vorüber und alle machen sich auf, ihr Quartier in der nahegelegenen Jugendherberge aufzusuchen. In Windeseile beziehen alle faltenfrei ihre Betten und das Abendessen schmeckt besonders gut.


 Nachdem alle einen geselligen Abend verleben, an dem viel gelacht wird, scheinen alle Kinder in eine Wettstreit mit den Betreuern einzutreten, bei dem es darum geht, wer am längsten die Augen offen halten und mit dem wenigsten Schlaf auskommen kann. Gewinner aber gibt es in dieser Nacht nicht.

 Am Morgen des Samstag steht nach dem Frühstück bereits der zweite Teil des Trainingsprogramms, wieder in der Halle, auf dem Plan. Nach ein paar äußerst konditionsraubenden Spielen und einigen Turnübungen zeigen sich nun doch erste Ermüdungserscheinungen und die Mittagspause wird von allen genutzt, sich zu erholen. Schließlich wird der Nachmittag wieder in der Halle verbracht und sämtliche Kräfte werden hier wieder gebraucht. Spätestens jetzt bekundet auch der ein oder andere Vater, Muskeln wahrzunehmen, von er glaubte, sie gar nicht zu besitzen.

 Nach dem Abendessen machen sich Alle auf den Weg zu einer Nachtwanderung im Schein von Taschenlampen, die den Rhein entlang führt und den Kindern zu der nötigen Bettschwere verhilft. Dieser Bettschwere ist dann wohl zu verdanken, dass der Wettstreit dieser Nacht lautet: Wer schläft am schnellsten ein? Hier haben die jüngsten Teilnehmer die Nase vorn und gewinnen mit deutlichem Vorsprung vor den älteren Jungs und den Betreuern.

 Leider steht am Morgen des Sonntag bereits das Packen an, da die Zimmer geräumt werden müssen. Nach dem Frühstück aber gehen alle noch einmal in die Halle, um zum Abschluss dort noch eine Turnstunde abzuhalten. Mit dem Ende dieser Turnstunde ist auch das Trainingslager abgeschlossen, was wirklich von jedem, der dabei ist, bedauert wird. Schweren Herzens machen sich Alle auf den Heimweg. Selbst das Wetter scheint dies zu bedauern, nach dem herrlichen Sonnenschein vorher, regnet es nun in Strömen. Erschöpft, aber voller toller Erinnerungen an die vergangenen Tage, trifft die Gruppe um die Mittagszeit wieder in Osthofen ein.

                     

Abschließend muss man sagen, dass dieses Trainingslager ein voller Erfolg war. Ausnahmslos alle Kinder waren mit Begeisterung dabei und machten den Erwachsenen das Betreuen der Gruppe leicht. Wer glaubt, elf Kinder ein Wochenende lang zu betreuen, stelle eine besondere Herausforderung an das Nervenkostüm und die Stimmbänder der Betreuer dar, der irrt und muss sich, was die mitgereisten Turnerbuben angeht, eines Besseren belehren lassen. Vielen Dank an alle elf Kinder für ihr tadelloses Verhalten und den Spaß, den die Betreuer mit ihnen haben durften.

Danke auch an die Väter, die dabei waren und mit geholfen haben, den Ausflug zu einem Erlebnis werden zu lassen.
Besonderen Dank natürlich auch an Jürgen Ostermann, der die Initiative zu diesem Trainingslager ergriffen hatte und die Planung sowie die Durchführung übernahm. Ein großes Lob an ihn, die Organisation klappte bestens, vom Getränkevorrat in der Halle über das Trainingsprogramm bis zur Unterbringung und vieles mehr hatte er alles im Griff und sorgte dadurch für tadellose Rahmenbedingungen.

Allen Teilnehmern war anzumerken, dass ihnen diese Wochenende Spaß gemacht und viel Freude gebracht hat. Bleibt zu hoffen, dass es sich hierbei nicht um eine Eintagsfliege handelt, sondern irgendwann mal wieder ein Trainingslager durchgeführt wird. Von denen, die jetzt mit dabei waren, wird dann mit Sicherheit niemand zuhause bleiben wollen.

 Einer, der dabei war und es wissen muss.   

letztes update:

07 Januar, 2012

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